Von Tagebaurestlöchern, Badeseen und anderen Novitäten

Schirmherr: Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz

Interdisziplinäres Arbeiten

Aufgrund der positiven Resonanz der 1. Sommerakademie 2003, lud die Kulturstiftung Hohenmölsen zur zweiten Veranstaltungsreihe ein. In der Zeit vom 19.09.04 bis zum 25.09.05 fand unter dem Motto: „Von Tagebaurestlöchern, Badeseen und anderen Novitäten“ in Hohenmölsen die 2. Sommerakademie statt. Die Bergbaufolgelandschaft prägt das Bild Mitteldeutschlands. Seit ca. 10 Jahren erfährt die gesamte Region eine gravierende Umstrukturierung. Zu den auffälligsten Hinterlassenschaften des Braunkohlenbergbaus gehören Tagebaurestlöcher und Flächen, deren Nachnutzung und Wandel im Mittelpunkt der Betrachtung stand. Dabei wurden die Ausgangsbedingungen, das historische Gewordensein, die vorhanden Potenziale und aktuellen Chancen einer nachhaltigen Entwicklung analysiert und bewertet. Während der Veranstaltung fand dazu ein nationaler und internationaler Meinungs- und Erfahrungsaustausch stand. Interdisziplinäre und internationale Gruppenarbeit, studentische Präsentationen, Diskussionen in Unternehmen und Institutionen vor Ort im Mittelpunkt. Vorträge und Exkursionen bildeten einen integrativen Bestandteil der Sommerakademie.

Teilnehmerfeld

An der 2. Sommerakademie nahmen 36 junge Leute, darunter 10 osteuropäische Studenten und Absolventen aus 14 verschiedenen Fachrichtungen teil. Den Teilnehmern standen während der einwöchigen Veranstaltung die Mitglieder der „Arbeitsgruppe SOMAK“, weitere Hochschullehrer, Forscher, Vertreter der Wirtschaft, der Kommunalpolitik, Verbänden und andere Institutionen zur Verfügung.

Das Programm

Die „Arbeitsgruppe SOMAK“ stellte auch in 2004 ein interessantes und anspruchsvolles Programm auf. Ausgangspunkt war der aktiven Braunkohlenbergbau der MIBRAG mbH zur Thematik: „Sümpfungswasser als Lebensspender - Braunkohlenbergbau braucht eine trockene Sohle“. Am nächsten Tag stand der Unternehmensbesuch bei Dow in Schkopau und die Exkursion zum Forschungsprojekt SAFIRA des UFZ an. Dabei wurde über „Altlasten zu Neulasten“ referiert und diskutiert. Ein Tag im Geiseltal verbrachen die Teilnehmer unter dem Motto: „Alles eine Frage des Standortes“ Ein neues Meer entsteht - Raum für Arbeit & Leben & Erholen. Am vorletzten Tag besuchte die Gruppe den Sanierungsbergbau der WISMUT in Ronneburg und die Landesgartenschau in Zeitz. Zur Abschlussveranstaltung präsentierten die Teilnehmer in 5 interdisziplinären und international besetzen Gruppen, vor einer breiten Öffentlichkeit, ihre Lösungsansätze, offenen Fragen und kritische Anmerkungen. Themenschwerpunkte: „Landschaft nach der Kohl“ - Konsensmodel oder Streitfall? Wie viel „See“ braucht der Mensch? Von der Kloake zum Gesundbrunnen? „Land unter“ oder „Große Dürre“? Wertschöpfung und regionale Zukunft