„Werte schaffen, Werte schätzen“ Entlang der Wertschöpfungskette - Von der Rohstoffgewinnung und –veredlung bis zum Verbraucher“

Sonntag, den 12.09.2010

Der Sonntag stand ganz unter dem Motto „Kennlernen und Begrüßen“. Die Teilnehmer bezogen ihre Unterkünfte im Euroville Naumburg und anschließend stand auch schon der erst offizielle Tagespunkt auf dem Programm: Der Begrüßungsabend. Den Anfang machte dabei der Vorsitzende der Kulturstiftung Hohenmölsen und der Geschäftsführer Personal/ Arbeitsdirektor der MIBRAG mbH, Herr Heinz Junge. Er wandte sich in seiner Rede vor allem an die Teilnehmer, welchen er die Möglichkeiten und Chancen, die im Rahmen einer solchen SOMAK entstehen, aufwies und anregte, diese Woche intensiv zum „Kontakte – knüpfen“ zu nutzen und eigene Ideen aufzuzeigen. Etwas lockerer und lustig war die Begrüßung durch die ehemaligen Teilnehmer der SOMAK 2006, Franziska und Matthias, welche die letzte SOMAK resümierten und einen kleinen Vorgeschmack auf die kommende Woche gaben. Prof. Dr. habil. Berkner und Oliver Markus Lohsträter gaben eine ausführliche Einleitung in das Thema der diesjährigen SOMAK, welche sich um das Thema „WERTE SCHAFFEN: WERTE SCHÄTZEN – Entlang der Wertschöpfungskette“ drehte. Nachdem Sabine, Direktorin der Kulturstiftung Hohenmölsen, ein paar einleitende und herzliche Worte an die Teilnehmer richtete und das Organisationsteam vorstellte, eröffnete sie das Buffet. Hier hatten die Teilnehmer die Gelegenheit Gespräche zu führen und erste Kontakte zu knüpfen, sowie die Woche in einer fröhlichen Runde einzuläuten. Bei einem Kennen – Lern – Spiel wurden alle einander vorgestellt und einige Fragen zum Thema „Wertschöpfungskette“ beantwortet. Insgesamt war es ein geselliger und fröhlicher Abend, der bei einem Glas Wein seinen Abschluss fand.



Montag, den 13.09.2010

Die Tagesanlagen in Profen waren unser erster Anlaufpunkt des Tages. Hier erhielten wir eine Einführung in die Wertschöpfungskette der Braunkohle und anschließend unternahmen wir gemeinsam mit unseren Führern, Herrn Preuss und Herrn Krellig, eine Tagebautour, bei welcher wir die Großgeräte bestaunten und in einer Führung durch das Zentrallabor die Produktlogistik am KMS (Kohle – Misch – und Stapelplatz) erläutert bekamen.



Nach einem Mittagessen in der Kantine der MIBRAG in Deuben befuhren wir die Staubfabrik und hatten eine interessante Gesprächsrunde über die Nutzung der Staubkohle in der Grundstoffindustrie. Den Abschluss des Tages bildete eine Gesprächsrunde im Agricola – Gymnasium Hohenmölsen. Dort zu Gast waren unter anderem Herr Leimbach, Präsident des Landesverwaltungsamtes Sachsen – Anhalt, Herr Dr. Geisler, Vorsitzender Geschäftsführung der MIBRAG mbH, Herr von Fintel, Bürgermeister Hohenmölsen, Herr Naundorf, Leiter der Standortentwicklung InfraLeuna AG, und viele andere hochkarätige Ansprechpartner und Führungspersönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft. Das Thema der Diskussion war „Die stoffliche Verwertung der Braunkohle – eine altes neues Thema“ und wurde von Herrn Dr. Benndorf moderiert. Es wurde kritisch diskutiert und viele Fragen seitens der Teilnehmer aufgeworfen, auf welche die Experten kompetent antworten konnten. Jedoch blieben auch Fragen offen, die erst die Zukunft beantworten kann.

Dienstag, den 14.09.2010

Das Thema dieses Tages war „Kohlenutzung gestern und heute – Kohle zum Anfassen“. Getreu diesem Motto fuhren wir nach Leuna und besuchten die Unternehmen InfraLeuna GmbH Standortgesellschaft und die Linde AG. Dabei besuchten wir das Besucherzentrum der InfraLeuna und waren begeistert über die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten der Braunkohle. In einer Gesprächsrunde wurde uns die Entwicklung und Perspektive des Chemiestandortes Leuna erläutert und bei einer Rundfahrt durch den Chemiepark Leuna machten wir Halt bei der Linde AG, wo wir den Steamreformer zur Herstellung von Wasserstoff besuchten und trotz des sehr verregneten Wetters das sonnige Gemüt der Arbeiter kennenlernten.



Nach dem Mittagessen besichtigten wir die Hochschule Merseburg und besonders das Labor „Chemie zum Anfassen“. Hier konnten wir aktiv werden und spannende Experimente rund um das Thema Braunkohle durchführen. Wir experimentierten mit unterschiedlichen Kohlearten (Braunkohle, Steinkohle, Holzkohle, …) und bestimmten zum Beispiel die Zusammensetzung derer. Besonders begehrt war allerdings die selber hergestellte Körperlotion, in deren Besitz leider nur Sabine kam.
Im Euroville Naumburg hatten wir dann den abschließenden Vortrag zum Projekt „IBI“, in welchem neue katalytische Verfahren zur Kohlenutzung vorgestellt wurden. Wir hatten von diesem Projekt gehört und an diesem Abend hatten wir die Möglichkeit das Projekt intensiv kennen zu lernen.

Mittwoch, den 15.09.2010

Am Mittwoch drehte sich alles um das Thema „Kohle ist nicht nur zum Verheizen da“. Dabei besuchten wir das Unternehmen ROMONTA GmbH. Wir bekamen bei einer Führung durch den Tagebau einen Einblick in die Förderung bitumenreicher Braunkohle und bei einer Führung durch die Montanwachsextraktion wurde und vor Augen geführt, dass ROMONTA, im wahrsten Sinne des Wortes, ein wachs-endes Unternehmen ist.



Um zum zweiten Tagespunkt zu gelangen, durchfuhren wir das Becken des Salzigen Sees, weiter nach Halle. Hier besuchten wir das Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte, wo zurzeit die Sonderausstellung „Elefantenreich – eine Fssilwelt in Europa“ stattfindet. Hier erfuhren wir, dass an der Fundstelle Tagebau Neumark – Nord 1 der weltweit bedeutendste Fundort von Eurasischen Altelefanten ist. Ohne den Tagebau hätte es sicher noch mehrere Jahre gedauert, ehe diese Funde geborgen werden konnten!
Den Abend ließen wir sportlich ausklingen – bei einem Volleyball Spiel. Hier wurde wieder viel gelacht und ehrgeizig gespielt.

Donnerstag, den 16.09.2010

Den letzten Exkursionstag verbrachten unter dem Motto „Tagebaue – Weinberge, Schlösser und Burgen. Eine gute Nachbarschaft?!“. Dabei besichtigten wir zu erst die älteste noch erhaltene Brikettfabrik der Welt – den Herrmannschacht in Zeitz. Hier wurden wir durch die Fabrik geführt und erfuhren auch, dass der Herrmannschacht eng verbunden ist mit dem RECARBO – Kohleradweg. Eigentlich wollten wir auf diesem Kohleradweg auch zur zweiten Station des Tages fahren (per Rad), aber leider mussten wir das, witterungsbedingt, mit dem Bus tun.
Am Mondsee angelangt, verlegten die Teilnehmer Trittsteine für alle verlorenen Orte, die aufgrund des Tagebau Profens überbaggert wurden. Hier hinterließen schon die Teilnehmer vergangener SOMAKs ihre Spuren.



Nach einem Picknick am Mondsee ging es dann zurück nach Naumburg und auf zu einer Stadtbesichtigung. Diese verging leider etwas zu schnell, wobei nicht allen Sehenswürdigkeiten genügend Zeit gewidmet werden konnte. Trotzdem hinterließ Naumburg einen bleiben den Eindruck bei den Teilnehmern – es ist halt eine Stadt mit Werten.
Ausklingen ließen wir den Abend mit einer Weingutbesichtigung. Nach einem Besuch eines Weingutes luden uns Persönlichkeiten aus dem Burgenlandkreis, Mitglieder des Organisationsteams, das Landratsamt Naumburg und der Landrat des Burgenlandkreises zu einer Gesprächsrunde ein. Diskutiert wurde das Thema „Zwischen Kohle und Wein – Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß“. Dies geschah in einer lockeren Rund und bei einer sehr delikaten Brotzeit im Weingut.

Freitag, den 17.09.2010

Nach einer ereignisreichen Woche steht der Freitag immer ganz unter dem Stern der Teilnehmer. Es werden die Abschlusspräsentationen vorgestellt und in einem passenden, feierlichen Rahmen die Woche resümiert. Hochwertige Gäste wie Staatssekretär Rüdiger Erben, Thomas Böhm, … und eine Musikgruppe, Busy Fingers, lassen diesen letzten Abend der SOMAK stets zu etwas besonderem werden. Schließlich wird nicht nur die Woche zusammengefasst, sondern die Teilnehmer äußern in ihren Präsentationen ihre eigenen Vorstellungen und Ideen.



Nach einer gelungenen Veranstaltung erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat und eine herzliche Umarmung von Sabine. Bei einem sehr gutem Buffet lassen Gäste und Teilnehmer die Woche noch einmal Revue passieren. So kommt auch diese SOMAK zu einem befriedigendem Ende und bleibt ein unvergessliches Ereignis für die Teilnehmer und hoffentlich auch für die Organisatoren.